09.03.2006 :: Bonn Kunstmuseum :: Wettkampf auf hohem Niveau - Statement Osten
Die Geburtsstunde einer modernen wissenschaftlichen Elitenförderung schlägt 1860: In Berlin wird die Alexander von Humboldt-Stiftung gegründet.
Es ist eine internationale konzertierte Aktion, die bereits Konturen der heutigen globalen Wissensgesellschaft antizipiert. Es ist eine Geburtsstunde, in der jene Parameter der von Alexander von Humboldt selber initiierten Elitenförderung transparent werden, die heute noch von der (1953 wiedergegründeten) AvH-Stiftung engagiert und vorbildlich praktiziert werden:
- Eliten müssen früh erkannt, gezielt und nachhaltig gefördert werden. Alexander von Humboldt hat in diesem Sinne zahlreiche Talente – zum Teil aus eigener Tasche – gefördert (Justus von Liebig, Carl Friedrich Gauß, Felix Mendelssohn Bartoldy etc.)
- Unerlaßliche Bedingungen für die Bildung von Wissenseliten ist:
Transdiziplinarität und grenzüberschreitender Wissenschafts-Dialog. Alexander von Humboldt hat auch diese Bedingungen vorgelebt. - Mit dem Unzug (1827) Humboldts nach Berlin verlagert sich auch das Epizentrum wissenschaftlicher Elite-Förderung nach Preußen mit weitreichenden wissenschaftspolitischen Konsequenzen für die Entwicklung der Wissenschaft in Deutschland. Alexander von Humboldts entsprechende Fördermaßnahmen sollen im Gespräch erläutert und ihre Aktualität für das 21. Jahrhundert transparent gemacht werden.
Dr. Manfred Osten
Schriftsteller und Musiker
Weißdornweg 23
53177 Bonn
Mail:manfred.Osten@t-online.de
Foto: Claus Gretter Photographie
Vita Manfred Osten
Dr. Manfred Osten erhielt zahlreiche Ehrungen,
darunter den „Order of the Rising Sun“ – Japan (1993); die „Marin Drinov“-Medaille (Auszeichnung der Bulgarische Akademie der Wissenschaften, 1997); die Ehrenmedaille der Universität Tacna/Peru (1988); die Silbermedaille der Karls-Universität Prag/ Tschechien (1998); die Medaille zur Förderung der Wissenschaften der Slovakischen Akademie der Wissenschaften (1998).
Seit 2001 ist er Ehrenmitglied des Senats der Al I Cuzua-Universität Iasi/Rumänien.
2001 wurden ihm Ehrendoktorwürden der Universitäten Bukarest (Rumänien) und Pécs (Ungarn) verliehen. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
Dr. Manfred Osten ist Autor der Bücher „Das geraubte Gedächtnis – digitale Systeme und Die Zerstörung der Erinnerungskultur”, Frankfurt 2004, „Alles veloziferisch oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit“,Frankfurt 2003, „Der Baum der Reisenden“, Hamburg 1993, „Die Erotik des Pfirsichs“, Frankfurt 1996.
Er ist Herausgeber von „Alexander von Humboldt: Über die Freiheit des Menschen“, Frankfurt 1999. Seit 1985 verfaßte er zahlreiche Aufsätze und Rezensionen für die FAZ, Die Zeit, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Neue Züricher Zeitung, sowie deutschsprachige und japanische Zeitschriften. Schwerpunkte seiner Veröffentlichungen sind Philosophie, Musik, Literatur und Japan. In Japan ist Manfred Osten Mitarbeiter der japanischen Tageszeitung Tokyo Shimbun.
Dr. Osten wirkte von 1981 – 1983 als Tutti-Bratschist bei zahlreichen Konzerten des „Melbourne Symphony Orchestra” bzw. Opern der „Victorian State Opera“ in Melbourne mit. Er spielte als Bratschist bei Kammermusik-Konzerten in Australien, Japan und Deutschland.
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