30.11.2006 :: Bonn Kunstmuseum :: Evolution - Mensch - Sprache - Statement Mosbrugger

Der Mensch ist – wie jedes Lebewesen – das historische Produkt einer langen Evolution. In diesem Prozeß war die Herausbildung einer komplexen Sprachfähigkeit ein Schlüsselereignis – zumindest ebenso bedeutsam wie die Entwicklung des aufrechten Ganges. Menschliche Sprachen müssen gelernt werden, setzen also eine Lernfähigkeit voraus. Umgekehrt erlauben sie, Erfahrungs- und Lerninhalte eines Individuums an viele andere, auch genetisch nicht verwandte Individuen weiterzugeben. Erst dadurch konnte eine „Kulturelle Evolution“ in Gang gesetzt werden, die den Menschen zunehmend von der biologischen Evolution entkoppelte.

mosbrugger Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Professor für Paläontologie, Universität Frankfurt/Main
Direktor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt
Tel. 069 7542 213
Mail: vmosbrugger@senckenberg.de
Web: www.senckenberg.de

Vita Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Zur Person
1973-1979: Studium der Biologie, Meeresbiologie und Chemie an den Universitäten Freiburg i.Br. und Montpellier(F), Staatsexamen in den Fächern Biologie und Chemie, Universität Freiburg i. Br.



1980-1983: Universität Freiburg i.Br., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeit an der Dissertation, Promotionsstudium in Geologie/ Paläontologie, Promotion zum Dr. rer. nat.

1984-1989: Hochschulassistent am Institut für Paläontologie, Universität Bonn, Habilitation

1990-2005: Inhaber des Lehrstuhls “Allgemeine Paläontologie” am Institut für Geowissenschaften, Universität Tübingen

1994: Sprecher des SFBs 230 “Natürliche Konstruktionen” (Universitäten Stuttgart und Tübingen)

1994-2001: Sprecher des SFBs 275 “Klimagekoppelte Prozesse in meso- und känozoischen Geoökosystemen” (Universität Tübingen)

Februar 1999: Verleihung des Leibniz-Preises der DFG

seit 2001: Ehrenprofessor der Universität Jilin, China

2001: Sprecher des Interfakultären Forschungsschwerpunktes ” Evolution der Organismen und Bio-Geosphären-Dynamik”

Seit 1. Oktober 2005: Direktor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg, Frankfurt
Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für die Grube Messel
Fachgutachter der DFG für Regionale und Historische Geologie
Stellvertretender Präsident der Paläontologischen Gesellschaft.
Vorsitzender der DFG-Senatskommission “Geowissenschaftliche
Gemeinschaftsforschung”

Ausgewählte Veröffentlichungen
V. Mosbrugger (2000): Natürliche Ökosystemdynamik – Lernen aus der Vergangenheit.- Rundgespräche der Kommission für Ökologie, Bd. 18 “Entwicklung der Umwelt seit der letzten Eiszeit”. S. 17-28; Pfeil, München;
V. Mosbrugger & M. Claussen (2001): Paläoklimaforschung als
Klimasystemforschung. – In: NEGENDANK, J.F.W. (ed.): Klimaweißbuch. Terra Nostra 2001/7: 164-170;
V. Mosbrugger (2001): Natürliche Katastrophen aus evolutionsbiologischer Sicht.- In: H. D. Becker & B. Domres (Hrsg.): Katastrophe – Trauma oder Erneuerung?, Attempto Verlag, Tübingen: 57-76;
V. Mosbrugger (2003): Die Erde im Wandel – die Rolle der Biosphäre.-Naturwissenschaftliche Rundschau. 56(7): 357-365;
V. Mosbrugger (2003): Global Change – eine zentrale Herausforderung für die Geowissenschaften. In: D. Cansier, E. Dworog & S. Kirsch (Hrsg.): Herausforderung Umwelt – Wissenschaftliche Zielkonzeptionen und ihre Umsetzung. Metropolis-Verlag, p. 21-41;




<< 30.11.2006 :: Bonn Kunstmuseum :: Evolution - Mensch - Sprache - Statement Jürgens |
| 30.11.2006 :: Bonn Kunstmuseum :: Evolution - Mensch - Sprache - Statement Lange >>